KOSMONAUTIN WALENTINA   

Die erste Frau im All (6+)


INHALT

Walentina träumt als Kind davon ein Himmelskörper zu sein, nach den Sternen zu greifen. Sie träumt davon wie ein Komet durch die Nacht zu sausen. Als sie Fallschirmspringerin wird kommt sie  ihren geliebten Sternen einen Schritt näher. Dort wird sie ausgewählt und wird zur ersten Kosmonautin im All.



TEXTAUSZUG

Ich heiße Walentina und ich war die allererste Frau im All. Die allererste die um die Erde geflogen ist. Die allererste Frau im Universum. Als Kind schon, hatten es mir die Sterne angetan. Die Planeten und Kometen. Die Trompeten und Raketen. Ich wollte ein Himmelskörper sein. Ich wollte nach den Sternen greifen. Ich wollte kometenhaft aufsteigen. Ich wollte wissen, wie es sich anfühlt, wie ein Meteorit durch den Kosmos zu sausen. Ich bin allabendlich am Fenster gesessen und habe sehnsüchtig in den dunklen Himmel geschaut.

„Mama, wie viel Sterne gibt es?“

„Walentina! Jetzt geh doch endlich schlafen!“

„Mama, Ich will zu den Sternen reisen.“

„Und wie willst du das machen, Walentina?“

„Ich könnte mit einem Besen fliegen. So wie die Hexen von denen du mir vorgelesen hast.“


...


Ja. Und dann. Wann war das? Fu, das ist lange her. Wahrscheinlich noch vor der Geburt eurer Eltern. Die Sputnik 1. [Begleiter] Ein Weltwunder. Der erste Satellit. Die Erdkugel hatte einen runden Begleiter bekommen. Ihr müsst euch das vorstellen. Das erste Mal, dass so eine runde Metallkugel die Erde umkreist. Himmelhochjauchzend war das für uns alle. So hoch oben. Wie ein Stern. Kurz darauf das nächste Experiment. Die Ingenieure schickten Fruchtfliegen in einer Raumkapsel ins All. Um zu schauen, wie Lebewesen da oben überleben können. Und die Fruchtfliegen haben überlebt. Darum haben sie kurz darauf die bellende Laika in den Kosmos geschickt. Die Hündin Laika. Sie war die erste im All, also nach den Fruchtfliegen, aber die zählen irgendwie nicht. Also, das erste Lebewesen im All. Also, das erste irdische Lebewesen. Das muss man sich wie einen Zimtstern auf der Zunge zergehen lassen. Eine streunende Moskauer Straßenhündin. Plötzlich im Kosmos.

„Hier Bodenstation. Hündin Laika, können sie uns hören? “

„Wuf Wuf!“

„Geht es ihnen gut?“

„Wuf Wuf!“


Wird durch den Verlag für Kindertheater vertreten


URAUFFÜHRUNG

am 25. September 2015

am Landestheater Vorarlberg

Regisseur: Marcus Harms



WEITERE PREMIERE

am 30. September 2015 von Theater Ansicht am Dschungel Wien

Regisseurin: Svetlana Schwin


WEITERE PREMIERE

im Herbst 2016 am Staatstheater Oldenburg

Regisseurin: Sara Ostertag






FLO STAFFELMAYR

  1. *als Autor

  2. *als Regisseur

  3. *als Schauspieler

  4. *Fotos